Der neu gewählte Vorstand der Weinheimer Blüten

(von links nach rechts): Thomas Krug (Beisitzer), Christiane Bylitza (Beisitzerin), Holger Thoß (Beisitzer), Rüdiger Krauth (2. Vorsitzender), Helga Eibel (1. Vorsitzende), Anja Schmitt (Kassiererin), Jens Bingenheimer (Schriftführer), Jessica Kohl (Jugendvorständin)Weinheimer Blüten: Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen

Alte Bekannte und neue Gesichter 

(he) Nachdem im Jahr 2020 keine Versammlung mehr durchgeführt werden konnte, fand die satzungsgemäße Jahreshauptversammlung der Karnevalsgesellschaft Weinheimer Blüten e.V. am Mittwoch, 08. September 2021 im Saal des Restaurants „Zum Schwarzen Ochsen“ in Sulzbach statt. 

1.Vorsitzende Helga Eibel begrüßte die 50 anwesenden Vereinsmitglieder und dankte allen, die der Einladung gefolgt sind.

In einer Schweigeminute gedachten alle Anwesenden der seit der letzten Jahreshauptversammlung im Jahr 2019 verstorbenen Mitglieder.

Auf der Tagesordnung standen hauptsächlich die üblichen Regularien mit Tätigkeitsberichten der Vorstandsmitglieder, die etwas kürzer als gewohnt ausfielen, deren Entlastung und die turnusmäßigen Neuwahlen. Nichts Besonderes also und dennoch ist seit der letzten Jahreshauptversammlung im Jahr 2019 alles anders. Helga Eibel machte aber auch deutlich, dass sowohl für den Verein, als auch für deren Mitglieder eine ungewöhnliche Zeit und ein herausforderndes Jahr hinter allen liegt. 

Das Jubiläum „66 Jahre Weinheimer Blüten“ in der Kampagne 2019/2020 konnte glücklicherweise noch ohne Einschränkungen über die Bühne gebracht werden, aber dann kam Corona. Für den Verein war es eine große Bewährungsprobe, denn eine so lange Zeit ohne reguläres Gardetraining und regelmäßigen Sitzungen hat es in der Vereinsgeschichte noch nie gegeben.  

Die Kampagne 2020/2021 musste komplett abgesagt werden, auch alle anderen Vereinsfeste – wie beispielsweise das Sommerfest oder die Weihnachtsfeier wurden ersatzlos gestrichen, zu groß war die nicht vorhandene Planungssicherheit. Auch die erneute Absage der Weinheimer Kerwe in diesem Jahr war für alle eine große Enttäuschung. 

Nicht nur der Verlust von Einnahmequellen, sondern vor allem der Verlust im geselligen Miteinander ist eine Hauptauswirkung der Corona-Krise. Denn gerade das gesellige Miteinander macht Vereinsleben aus.

Trotz allem wurde das in der Pandemie auf der Strecke gebliebene Gemeinschaftsgefühl mit der Teilnahme am diesjährigen Stadtradeln gestärkt.  Zusammen strampelten die Mitglieder 12.333 km und waren somit das beste Weinheimer Vereinsteam, berichtete Helga Eibel stolz. 

Der Besuch einer Delegation der Blüten zum Corso in Weinheim‘s Partnerstadt Cavaillon, der normalerweise an Christi Himmelfahrt stattfindet, war nach eineinhalb Jahren wieder möglich. Auch wenn sich das Vereinsgefüge dort geändert hat und es in Pandemiezeiten schwierig ist den Kontakt zu pflegen, hoffen beide Seiten, dass im nächsten Jahr wieder persönliche Treffen möglich sein werden. 

Die Jugendarbeit bleibt eine wichtige Aufgabe im Verein. Da überwiegend leider kein adäquates Training angeboten werden konnte, musste die Zeit mit Videotrainings überbrückt werden, berichtete Jugendleiterin Jessica Kohl. In der Adventszeit stellten die Trainerinnen den Gardetänzerinnen Schokoladennikoläuse vor die Tür und anstelle des Sommertagszugs traf man sich im kleinen Gruppen im Hof des „Gardevadders“, um die traditionellen Sommertagsbrezeln, den Orden und einen Ostergruß entgegenzunehmen. 

Kassiererin Anja Schmitt gab einen Überblick über die abgelaufenen Geschäftsjahre 2019 und 2020 ab. Trotz des Ausfalls von wirtschaftlich relevanten Veranstaltungen sind die finanziellen Belange des Vereins noch zufriedenstellend. Aus den Berichten ging hervor, dass die Pandemie – auch dank Spenden, Zuschüssen und Förderungen – keine negativen Auswirkungen hatte. Alles in allem, die Coronazeit ist zwar nicht spurlos an den Bestandskonten vorüber gegangen, aber „wir hoffen auf eine schwarze Null im kommenden Jahr“, so Anja Schmitt. Zum Bericht der Kassiererin gab es keinerlei Fragen bzw. Anmerkungen aus der Versammlung. 

Der Bericht der Kassenprüferin Inge Jäger bescheinigte eine klare und zu keinen Beanstandungen führende Kasse.

Bevor der Block „Wahlen“ anstand, erfolgte die Entlastung des Gesamtvorstands für den abgelaufenen Tätigkeitszeitraum. Die Entlastung durch die Versammlung erfolgte einstimmig und wurde von Inge Jäger durchgeführt.

Satzungsgemäß ist nach drei Jahren ein neuer Vorstand zu wählen. Ehrensenator Karl Hoger nahm die Wahl der 1. Vorsitzenden Helga Eibel vor. Da Helga Eibel sich bereit erklärte dieses Amt wieder zu übernehmen, wurde sie mit allen Stimmen der anwesenden Mitglieder wieder gewählt. Auch der seitherige 2. Vorsitzende Rüdiger Krauth erklärte sich bereit, das Amt wieder anzunehmen, zur Kassiererin wurde Anja Schmitt wiedergewählt. Sie erhielten ebenfalls alle Stimmen der anwesenden Mitglieder.

Neu im Vorstand ist Jens Bingenheimer. Er wurde zum Schriftführer gewählt, nachdem Samantha Merkel aus beruflichen Gründen aus dem Amt ausgeschieden war. 

Holger Thoß trat erneut als Beisitzer an und wurde in seinem Amt bestätigt. Auf die vakanten Plätze im Kreis der Beisitzer wurden Christiane Bylitza und Thomas Krug erstmals gewählt. Als Kassenprüfer aus der Aktivität wurde Gerhard Weigold bestimmt, aus der Passivität Gerd Bylitza.

Die nächste Fasnacht kommt bestimmt, auch wenn die Zeit für Narren keine leichte ist. Die geplanten Termine für die kommende Kampagne gab Rüdiger Krauth bekannt. Zum heutigen Zeitpunkt ist es jedoch schwierig abzuschätzen, ob überhaupt Veranstaltungen möglich sein wenden. Wenn, dann müssen Entscheidungen auf Basis der aktuellen Gegebenheiten getroffen werden, möglicherweise eröffnen aber auch neue Regelungen mehr Spielraum. 

Auch wenn die Termine für die kommende Kampagne stehen, ist es dennoch eine Planung „ins Blaue“. Die Vereinsverantwortlichen werden ihren Teil dazu beitragen, dass die „Blüten“ diese Phase gut überstehen.